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Bänder
und Borten in Brettchenwebe-Technik selbst herstellen. Schon
vor über 2500 Jahren praktiziert...

In vielen Teilen
der Welt gehörte diese Art des Webens für die Herstellung
von Bändern und Borten zu den von Generation zu Generation
weitergegebenen "Handarbeits"-Techniken. In Mittelaeuropa
ist die Brettchenwebe-Technik im Laufe der Industrialisierung untergegangen,
wurde jedoch Ende des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt.
Mit einfachen und
im Haushalt vorhandenen Materialien können wir das Brettchenweben
einmal ausprobieren.

Bei dieser faszinierenden
Technik handelt es sich eigentlich um eine Mischung aus Flechten
und Weben, da sich während des Webevorgangs die längslaufenden
Fäden z.T. miteinander verdrillen, gleichzeitig werden die
Stränge durch einen querlaufenden Faden miteinander verbunden.

Mit
Hilfe kleiner Kärtchen aus Holz, Pergament, Horn etc. werden
die einzelnen Fäden an ihrem Platz gehalten und während
des Webens hin und her bewegt.

Ursprünglich
in der bäuerlichen Gesellschaft verwurzelt, fand bereits während
des frühen Mittelalters die Brettchenwebetechnik Einzug in die Handarbeitsstuben
der adligen Damen. Erhaltene Gürtel oder anderweitig verwendete
Bänder aus dem Mittelalter zeigen, welche unglaublichen Ergebnisse
sich mit der Brettchenwebetechnik erzielen lassen und geben Anlaß
zu größter Bewunderung der mittelalterlichen Handarbeitskultur.

Das Weben einfacher
Borten in dieser Technik ist grundsätzlich nicht schwer und
macht großen Spaß. Wer darüberhinaus noch ein großes
Maß an Kreativität und Sinn für handwerkliches Tüfteln
besitzt, dem steht mit der Brettchenweberei ein unglaublich faszinierendes
Betätigungs- und Experimentierfeld offen!

Die Anleitung zum
Nachmachen finden Sie neben vielen Schnitte-Vorlagen für mittelalterliche
Frauenbekleidung, Kopftuchvarianten usw. in:

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